Die Schweizer siegt erstmals über Schweden

Der letzte Turniertag der Euro Floorball Tour in Kirchberg endet aus Schweizer Sicht mehr als versöhnlich. In der letzten Partie siegt die Herren-Nationalmannschaft zum ersten Mal überhaupt gegen Schweden.

Es war keine einfache Ausgangslage, der sich die Schweizer Herren-Nationalmannschaft am Sonntagnachmittag in der Kirchberger Grossmatt zu stellen hatte. Sämtliche Schweizer Spiele im Rahmen des Vierländerturniers Euro Floorball Tour bis zu diesem Zeitpunkt waren verloren gegangen, im letzten Spiel des Turniers traf man ausgerechnet gegen Schweden, welches man in 65 vorangegangenen Partien noch kein einziges Mal hatte bezwingen können. Heute Sonntag aber war es soweit. Die Schweiz spielte sich von Anfang an in Führung und gab diese in einer packenden, hochumkämpften Partie bis zum Schluss nie aus der Hand. Zum Schluss siegte die Schweiz mit 7:5. «Man hat sehr lange auf diesen ersten Sieg gegen Schweden gewartet und jetzt ist er endlich da, und das auch noch zuhause», beschrieb der zweifache Torschütze Manuel Maurer nach dem Spiel seine Gedanken. «Es war eine sehr schöne Stimmung in der Halle, so macht es natürlich Spass!»

Die Schweizer Damen-Nationalmannschaft verpasste ihrerseits einen versöhnlichen Abschluss der Euro Floorball Tour in Malmö (SWE) nur um Haaresbreite. Eine entschlossener als noch an den Vortagen wirkende Schweizer Mannschaft konnte gegen Tschechien insgesamt viermal in Führung gehen, unterlag zum Schluss aber nach Penaltyschiessen mit 5.6. «Wir haben gut gekämpft heute, zum Schluss hat vermutlich auch das Glück gefehlt», resümierte Best-Player Géraldine Rossier nach dem Spiel. Im Hinblick auf die vom 1. bis 10. Dezember stattfindende WM in Bratislava (SVK) bleibt sie trotz drei verlorenen Spielen positiv: «Diese EFT war ein guter Warnschuss. Wir müssen nun nochmals an Kleinigkeiten feilen», so Rossier. «Wenn jede einzelne Spielerin an der WM ihre beste Leistung abrufen kann und die Emotionen dazu kommen, bin ich überzeugt, dass wir etwas reissen können!»

Auch die beiden U19-Nationalteams mussten das Vierländerturnier mit drei Niederlagen abschliessen. Zwar zeigten de U19-Herren vor Heimpublikum viel Kampf und eine höchst ansprechende Leistung, am Schluss entschieden aber Kleinigkeiten zugunsten der Schweden. Sie unterlagen mit 5:6. Bei den U19-Damen fehlte es im Spiel gegen Tschechien vor allem an Torchancen. So verloren sie das Spiel ohne ein Tor erzielen zu können mit 0:3.


Herren A

Schweiz – Schweden 7:5 (3:1,1:2, 3:2)

Sporthalle Grossmatt, Kirchberg (SUI), 1311 Zuschauer, SR Vilkki/Alakare (FIN)

Tore: 1. (00:36) Riedi (Maurer) 1:0. 12. (11:17) Buchli (Rüegger) 2:0. 18. (17:32) Fritzell (Eriksson) 2:1. 19. (18:50) Camenisch (Zaugg) 3:1. 27. (26:06) Maurer (Riedi) 4:1. 29. (28:24) Fritzell (Eriksson) 2:4. 34. (33:06) K.Nilsson (J. Samuelsson) 3:4. 45. (44:39) Hofbauer (Zaugg) 5:3. 46. Eriksson (Palmén) 4:5. 51. (50:44) Maurer (Engel) 4:6. 60. (59:07) Hofbauer (Camenisch) 7:4. 60. (59:54) K.Nilsson (Enström)

Strafen: 2x2Minuten gegen die Schweiz, 3x2Minuten gegen Schweden

Schweiz: Meier; Heller, Bischofberger; Camenisch, Graf; Tromm, Stucki; Riedi, Engel, Maurer; Hofbauer, Hartmann, Zaugg; Buchli, Ledergerber, Rüegger; Mendelin, Laubscher, Siegenthaler.

Schweden: Klintsten; Sundstedt, J.Samuelsson; Nilsberth, Johansson; Holmgren, Gustafsson; Sjögren, M.Samuelsson, K.Nilsson; Enström, Adriansson, Galante Carlström; Fritzell, Palmén, Eriksson; J.Nilsson, Östholm, Svahn.

Bemerkungen: Rüegger (SUI) und Eriksson (SWE) zum besten Spieler gewählt.


Damen A

Tschechien – Schweiz 6:5 n.P. (2:1,2:3,1:1)

Baltiska Hallen, Malmö (SWE), 86 Zuschauer, SR Kirjonen/Sirkka (FIN)

Tore: 5. Wiki 0:1. 11. Ratajová (Čapková) 1:1. 16. Kubisova 2:1. 23. Ulber (Marti) 2:2. 25. Marti 2:3. 26. Krupnová (Jiráková) 3:3. 26. Rossier (Scheidegger) 3:4. 27. Ratajová (Řepková) 4:4. 57. Gerig (Wiki) 4:5. 58. Krupnová (Čapková) 5:5.

Strafen: keine Strafen gegen Tschechien, 1x2Minuten gegen die Schweiz

Tschechien: Příleská; Čapková, Vavrečková; Koníčková, Paloncyova; Plášková, Billá; Jiráková; Ratajová, Kieckova, Krupnová; Řepková, Mlejnková, Urbánková; Enenkelová, Kubisova, Bočanová; Leierová

Schweiz: Schmid (ab 32. Heini); Marti, Ulber; Stella, Liechti; Cina, Streiff; Mischler, Buri; Gerig, Gämperli, Wiki; Zwinggi, Rossier, Scheidegger; Wyss, Frick, Hintermann; Reinhard

Bemerkungen: Eliska Krupnová (CZE) und Géraldine Rossier (SUI) zu den besten Spielerinnen gewählt.


Herren U19

Schweiz U19 – Schweden U19 5:6 (1:2;2:1;2:3)

Sporthalle Grossmatt, Kirchberg (SUI), 861 Zuschauer, SR Furmanek/Sols (CZE)

Tore: 9. (08:12) K.Rigogiannis (Lindblad) 0:1. 9. (08:51) Vogt (Alder) 1:1. 10. (09:18) Lindblad (Andersson) 1:2. 28. (27:20) Liedberg (Westerdahl) 1:3. 28. (27:59) Vogt (Strässle) 2:3. 29. (28:27) Braillard (Nigg) 3:3. 44. (43:13) Hedstal (L.Rigogiannis) 3:4. 45. (44:11) L.Rigogiannis (Nilsson) 3:6. 50. (49:33) Liedberg (Stjernberg) 3:6. 50. (49:47) Schubiger (Semes) 4:6. 56. (55:02) Semes (Persici) 5:6.

Strafen: 6x2Minuten gegen die Schweiz, 2x2Minuten gegen Schweden

Schweiz U19: Schälin; Strässle, Bürki; Napierala, Suter; Haldemann, Münger; Vogt, Alder, Schnell; Monighetti, Nigg, Semes; Braillard, Schubiger, Fitzi; Stingelin, Wyss, Persici.

Schweden U19: Kastengren; Lindblad, Andersson; Hellqvist, Westerdahl; Oweling, Domberg; Ahrén, Stjernberg, Liedberg; K.Rigogiannis, L.Rigogiannis, Nilsson; Sjöblom, Hedstal, Birgersson; Jansson, Block, Gustavsson.

Bemerkungen: Vogt (SUI) und Liedberg (SWE) zum besten Spieler gewählt.


Damen U19

Tschechien U19 – Schweiz U19 3:0 (0:0;2:0;1:0)

Baltiska Hallen, Malmö (SWE), 43 Zuschauer, SR Andersson/Dufvenberg (SWE)

Tore: 28. (27.09) Faltusova (Skopkova) 1:0. 28. (27.58) Otcovska (Cholinska) 2:0. 43. Plankova (Berankova) 3:0.

Strafen: 1x2Minuten gegen die Schweiz, 1x2Minuten gegen Tschechien

Tschechien: Liskova; Kolarova, Svacinova; Berankova, Novotna; Malecka, Sebestova; Cholinska, Kubeckova, Otcovska; Plankova, Pekarkova, Huskova; Sedlackova, Skopkova, Faltusova; Vrlikova, Rezacova

Schweiz: Töndury; Cotti, Rensch; Wüthrich Brunn; Enzler, Danuser; Rieder, Eggel, Wenger; Frei, Wildermuth, Meyer; Bichsel, Beck, Bieri; Brunner, Bergmann, Lindenstruth

Bemerkungen: Berankova Vendula (CZE) und Ladina Tondury (SUI) zu den besten Spielerinnen gewählt.