Lions läuten Ära nach Seger mit Niederlage ein

Die ZSC Lions verloren das erste Spiel der Saison in der National League gegen den SC Bern und nach der Ära Seger knapp mit 1:2 nach Verlängerung. Sie starteten zwar besser ins Spiel, konnten aber je länger das Spiel ging, nicht mehr mit dem Tempo und der Intensität des SC Berns mitgehen und konnten gleichzeitig zu wenig gefährliche Chancen vor dem Tor kreieren, um SCB-Torhüter Leonardo Genoni mehr wie einmal zu bezwingen.

Am Freitagabend wurde aber nicht nur endlich wieder Eishockey gespielt in der National League, sondern auch eine grosse Ikone des Schweizer Eishockeys verabschiedet.

Mathias Seger wurde bei seinem Abschied gebührend gefeiert und es war sehr emotional.

Schliesslich verschwindet nicht irgendein Spieler von der Hockeybildfläche, sondern mit Mathias Seger ein ganz Besonderer. 6 Meistertitel (2000,2001, 2008, 2012, 2014, 2018) feierte er mit dem ZSC, 1167 Spiele absolvierte er in der National League, ist Rekordspieler der Schweizer Nationalmannschaft (305 Länderspiele und 16 WM-Teilnahmen) und spielte total 22 Saisons in der Obersten Spielklasse des Schweizer Eishockeys.

Nach der Zeremonie mussten aber die Lions ohne ihren ehemaligen Captain aufs Eis und empfingen den SC Bern zur Halbfinal-Reprise im Hallenstadion.
Der ausverkaufte Löwenkäfig bot auch nach Segers Abschied eine tolle Kulisse und die 11’200 Fans bekamen ein intensiv und sehr taktisch geführtes Spiel zu sehen, welches bis im dritten Drittel mit den Toren auf sich warten liess.

Bis zur 47′ Minute hielten nämlich beide Verteidigungsreihen und vor allem die Torhüter Lukas Flüeler (ZSC Lions) und Leonardo Genoni (SCB) wenig Chancen zu, ehe Daniele Grassi die Mutzen mit 0:1 in Führung brachte. Sieben Minuten später kamen die Lions dank eines Stockschlags von Gaëtan Haas zu einem Powerplay und brauchten nur gerade 6 Sekunden um dank Stürmer Drew Shore das Spiel zum 1:1 auszugleichen. Nun war eine veritable und richtig spannende Schlussphase lanciert welche aber keinen Sieger bis zur Verlängerung hervorbrachte.

Weil aber Denis Hollenstein noch kurz vor Ende der regulären Spielzeit wegen Beinstellens in die Kühlbox geschickt wurde, konnte Bern zwei von fünf Minuten Overtime in Überzahl spielen.

Knapp eine Minute dieser Verlängerung war verstrichen, da war es Ramon Untersander, der mit seinem Treffer zum 1:2 nach Verlängerung das Spiel zugusten des SC Berns entschied.

Stimmen zum Spiel gibt es hier.

Matchtelegramm:

ZSC Lions – SC Bern 1:2 n.V. (0:0, 0:0, 1:1, 1:2 n.V.)

Hallenstadion – 11’200 Zuschauer (ausverkauft) – SR: Stricker/Hebeisen; Obwegeser/Wüst

47′ Daniele Grassi 0:1 (Alain Berger, Adam Almquist);
54′ Drew Shore (PP1) 1:1 (Maxim Noreau, Roman Wick); 62′ Ramon Untersander (PP1) (Gaëtan Haas, Andrew Ebbett);

Strafen: 4 x 2 Minuten gegen ZSC Lions; 3 x 2 Minuten gegen SC Bern

ZSC Lions: Flüeler (Ersatz: Schlegel); Phil Baltisberger, Klein; Marti, Noreau; Geering, Sutter; Berni, Karrer; Wick, Shore, Bodenmann; Herzog, Sigrist, Hollenstein; Hinterkircher, Schäppi, Chris Baltisberger; Bachofner, Prassl, Miranda.

SC Bern: Genoni (Ersatz: Caminada); Almquist, Untersander; Blum, Krueger; Gerber, Andersson; Burren, Kamerzin; Moser, Arcobello, Mursak; Kämpf, Ebbett, Ruefenacht; Scherwey, Haas, Bieber; Grassi, Heim, Berger.

Bemerkungen:

ZSC Lions ohne Suter (NHL Trainingscamp New York Islanders), Nilsson, Cervenka (verletzt), Blindenbacher (überzählig) und Pettersson (gesperrt)

SC Bern ohne Marti, Colin Gerber, Fogstad, Jeremi Gerber, Wüthrich (Swiss League) und Sciaroni (gesperrt)

Die restlichen Partien der ersten National League – Runde in der Übersicht:
HC Ambri-Piotta – EV Zug 1:2
EHC Biel – Genf-Servette HC 3:0
HC Fribourg-Gottéron – Lausanne HC 1:5
HC Lugano – HC Davos 3:1
Langnau – Rapperswil-Jona Lakers 5:2