Nichts zu holen am ersten Turniertag

Sowohl bei den Schweizer Herren als auch den Schweizer Damen setzte es am ersten Turniertag der Euro Floorball Tour zwei Niederlagen ab.
Chancen auf Siege wären allerdings da gewesen.

In einer gut gefüllten Sporthalle Grossmatt in Kirchberg konnte die Schweizer Herren-Nationalmannschaft zum Auftakt der Euro Floorball Tour gegen Tschechien nicht reüssieren. Dabei wäre ein Sieg durchaus im Bereich des Möglichen gelegen. Eine unerschrocken auftretende Schweizer Mannschaft – mit diversen Neulingen bestückt – lag nach dem ersten Drittel noch mit 2:0 in Führung. Dann aber harzte es in der Effizienz und diverse Eigenfehler liessen die Tschechen zu Chancen kommen, die sie zwischenzeitlich gar zur Führung nutzten. Knapp acht Minuten vor Spielschluss glich Nationalmannschafts-Debütant Jan Zaugg mittels Powerplay-Treffer zum 4:4 aus. Weitere Tore fielen in der regulären Spielzeit nicht mehr – bei EFT-Turnieren führt ein Remis nach 60 Minuten direkt zum Penaltyschiessen. Dort unterlag die Schweizer Equipe nach zwei Fehlversuchen vorzeitig.

Auch die Schweizer Damen kassierten in ihrem ersten Spiel der Euro Floorball Tour in Malmö (SWE) eine Niederlage. Ihre Gegnerinnen – die Gastgeberinnen aus Schweden – liessen gar nur einen einzigen Gegentreffer zu. Als im Mitteldrittel das erste Schweizer Tor durch Alexandra Frick zum 6:1 fiel, kam bei den Schweizerinnen zwar wieder Hoffnung auf: Frick netzte auf herrlichen Pass von Katrin Zwinggi ein. Ab diesem Zeitpunkt erspielten sich die Schweizerinnen einige gute Gelegenheiten für weitere Treffer. Das Spielgeschehen gestaltete sich in der Folge ausgeglichener als noch im Startdrittel – bis den Schwedinnen mittels Konter der siebte Treffer gelang. Das Schweizer Team warf nochmals alles in die Offensive, musste aber in den letzten Minuten noch weitere drei Gegentore hinnehmen. Damit misslingt resultatmässig der Start ins Vierländerturnier. Um in den nächsten zwei Tagen gegen Tschechien und Finnland zu reüssieren, muss vor allem die Offensive gefährlicher agieren.

Und auch die beiden Schweizer U19-Nationalteams starteten mit je einer Niederlage ins Turnier. Während die U19-Herren lange einem Rückstand hinterher rannten und schliesslich knapp mit 5:6 gegen Tschechien unterlagen, hielten die U19-Damen zwei Drittel gegen die Schwedinnen dagegen und mussten sich erst im Schlussdrittel geschlagen geben. Ein selbstbewusster Auftritt wurde nicht belohnt und endete mit einer 4:8-Niederlage, ebenfalls gegen die Gastgeberinnen.


Herren A

Schweiz – Tschechien 4:5 n.P. (2:0, 1:4, 1:0)

Sporthalle Grossmatt, Kirchberg (SUI), 1083 Zuschauer, SR  Vilkki/Alakare (FIN)

Tore: 10. Hofbauer (Hartmann) 1:0. 11. Buchli (Mittelholzer) 2:0. 24. Ondrusek (Krbec) 2:1. 27. Sebek (Benes, Ausschlus Hofbauer) 2:2. 31. Hajek (Sebek, Ausschluss Maurer) 2:3. 32. Mendelin (Engel) 3:3. 34. Sebek (Benes) 3:4. 53. Zaugg (Graf, Ausschluss Delong) 4:4.

Strafen: 2x2Minuten gegen die Schweiz, 1x2Minuten und 1x5Minuten gegen Tschechien

Schweiz: Meier; Camenisch, Graf; Heller, Bischofberger; Siegenthaler, Tromm; Stucki; Hofbauer, Hartmann, Zaugg; Mendelin, Engel, Maurer; Mittelholzer, Ledergerber, Buchli; Riedi, Rüegger

Tschechien: Soucek; Sykora, Veltsmid; Hubalek, Delong; Nemecek, Prazan; Suchanek; Ondrusek, Jendrisak, Krbec; Natov, Mikes, Hajek; Sebek, Langer, Benes; Melis, Tomasik

Bemerkungen: Jan Zaugg (SUI) und Daniel Sebek (CZE) zum besten Spieler gewählt.


Damen A

Schweden – Schweiz 10:1 (4:0, 2:1, 4:0)

Baltiska Hallen, Malmö (SWE), 387 Zuschauer, SR Kirjonen/Sirkka (FIN)

Tore: 7. (06:42) Joelsson (Steen) 1:0. 8. (07:55) Andreason (Wijk). 10. (09:34) Wibron (Wijk) 3:0. 18. (17:53) Wibron (Fjellstedt) 4:0. 25. (24:02) Joelsson (Granstedt) 5:0. 34. (33:10) Augustsson (Rasmussen) 6:0. 36. (35:24) Frick (Zwinggi) 6:1. 49. (48:03) Joelsson (Wibron) 7:1. 51. (50:01) Andreason (Wijk) 8:1.  55. (54:31) Joelsson (Wibron) 9:1. 58. (57:52) Andreason (Boberg) 10:1.

Strafen: 1x2Minuten gegen die Schweiz, 1x2Minuten gegen Schweden

Schweden: Hjorting; Boberg, Sundberg; Tschop, Rydfjall; Krantz, Fjellstedt; Delgado Johansson, Wijk, Andreason; Joelsson, Granstedt, Steen; Rasmussen, Norstrom, Wibron; Augustsson, Andebratt, Moberg;

Schweiz: Schmid; Reinhard, Marti; Stella, Mischler; Liechti, Cina; Buri, Streiff; Wiki, Gämperli, Ulber; Scheidegger, Rossier, Gerig; Zwinggi, Frick, Wyss; Hintermann.

Bemerkungen: Emelie Wibron (SWE) und Andrea Gämperli (SUI) zu den besten Spielerinnen gewählt.


Herren U19

Schweiz U19 – Tschechien U19 5:6 (1:2,1:2, 3:2)

Sporthalle Grossmatt, Kirchberg (SUI), 511 Zuschauer, SR Bartosz/Wojciech (POL)

Tore: 12. (11:30) Alder (Schnell) 1:0. 17. (16:53) Eremiáš (Strnad) 1:1. 20. (19:00) Boček 1:2. 28. (27:47) Koláčný 1:3. 30. (29:31) Persici (Laubscher) 2:3.  35. (34:19) Řezáč (Boček) 2:4. 48. (47:31) Stingelin (Persici) 3:4. 50. (49:03) Alder (Schnell) 4:4. 50. (49:42) Netrefa (Juha) 4:5. 55. (54:10) Šindler (Forman) 4:6. 60. (59:24) Schubiger (Braillard) 5:6.

Strafen: 2x2Minuten gegen die Schweiz, 4x2Minuten gegen Tschechien

Schweiz: Schälin; Bürki, Strässle; Suter, Laubscher; Münger, Haldemann; Alder, Vogt, Schnell; Boschung, Persici, Braillard; Schubiger, Fitzi, Stingelin; Nigg, Wyss, Semes.

Tschechien: Kolajta; Sádlo, Strnad; Koláčný, Sládeček; Kůra, Juha; Eremiáš, Řezáč, Boček; Beneš, Buršík, Forman; Netrefa, Šebek, Spilka; Šindler, Kavan, Danek.

Bemerkungen: Schälin (SUI) und Kolajta (CZE) zum besten Spieler gewählt.


Damen U19

Schweden U19 – Schweiz U19 8:4 (1:1, 2:2, 5:1)

Baltiska Hallen, Malmö (SWE), 367 Zuschauer, SR Reichelt/Kostinek (CZE)

Tore: 2. Bichsel (Wildermuth) 0:1. 12. Gustafsson (Jansson, Ausschluss Frei) 1:1. 24. Meyer (Rieder) 1:2. 28. Ljunggren (Swahn) 2:2. 33. Ljunggren (Swahn) 3:2. 40. Wildermuth (Frei) 3:3. 48. Terner 4:3. 54. (53:34) Ljunggren (Swahn) 5:3. 54. (53:57) Elm (Backstedt) 6:3. 56. (55:11) Swahn (Ljunggren) 7:3. 56. (55:44) Elm (Johansson) 8:3. 59. Bichsel (Wildermuth) 8:4.

Strafen: 1x2Minuten gegen die Schweiz, keine Strafen gegen Schweden

Schweden: Palmer; Karlsson, Stenvall; Olofsson, Carlsson; Wilhelmsson, Rundfloen; Svard;

Johansson, Elm, Backstedt; Loneberg, Stenberg, Hawerman; Ljunggren, Jansson, Swahn; Terner, Gustafsson

Schweiz: Tondury; Cotti, Rensch; Danuser; Brunn, Wüthrich; Enzler; Rieder, Bergmann, Meyer; Frei, Wildermuth, Bichsel; Bieri, Eggel, Wenger; Lindenstruth, Beck, Brunner

Bemerkungen: Cornelia Palmer (SWE) und Ladina Tondury (SUI) zu den besten Spielerinnen gewählt.