Supercup: Pfadi Winterthur mit Ausrufezeichen zum ersten Titel der Saison

Pfadi Winterthur hat auf beeindruckende Weise den Supercup gewonnen. Vor 1’400 Zuschauern in der eigenen neuen Arena setzte sich der Cupsieger gegen Schweizer Meister Wacker Thun gleich mit 26:17 (15:10) durch.

Die Winterthurer gaben im Hinblick auf die anstehende Saison ein starkes Statement ab. Sie waren an diesem frühen Sonntagabend die in allen Belangen bessere Mannschaft. Nach acht Minuten führten sie 4:1 – und herausragend war dabei die agile, aggressive Verteidigung, gegen die Wacker Thun kein Mittel fand. Thomas Lanz erzielte nach 21 Minuten das vierte (!) Tor für die Thuner. Die Begegnung war zu diesem Zeitpunkt beim Stand von 10:4 im Prinzip bereits entschieden.

Auch wenn darum in der AXA Arena gar nie wirklich Spannung aufkam, war das Spiel doch sehenswert; vor allem dank Pfadi. Torhüter Matthias Schulz zeigte spektakuläre Paraden, Roman Sidorowicz (6) war ebenso wirblig wie explosiv und präsentierte sich in eindrücklicher Frühform, oder auch der neu verpflichtete Kreisläufer Markus Dangers (5) gab eine erste Visitenkarte ab. Es war aber in erster Linie eine starke Teamleistung, die auf einer hervorragenden Defensive basierte.

Die Thuner ihrerseits reisen mit einer kleinen Denksportaufgabe zu Saisonbeginn zurück ins Oberland. In der Equipe von Trainer Martin Rubin konnte kaum ein Spieler sein gewohntes Rendement abrufen. Zwar kam Wacker bis zur 31. Minute noch einmal auf 11:15 heran, doch es war eher ein Strohfeuer denn ein wirkliches Aufbäumen. Pfadi hatte alles im Griff und erhöhte bis zur 48. Minute auf 23:13. Nach dem ersten Pflichtspiel in der neuen Arena werden die Winterthurer ganz gewiss mit einem guten Gefühl in die Meisterschaft starten.

Telegramm

Wacker Thun – Pfadi Winterthur 17:26 (10:15)
AXA Arena, Winterthur – 1’400 Zuschauer – Sr. Brunner/Salah.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Wacker; 6mal 2 Minuten gegen Pfadi.
Wacker: Winkler/Wick; Delhees (1), Dähler (1), Friedli (1), Giovanelli, Gruber (1), Guignet (1), Holm, Simon Huwyler (1), Stefan Huwyler (1), Krainer (1), Lanz (2), Raemy, Suter (3), Wyttenbach (4/2).
Pfadi: Schulz/Schelling; Bräm, Dangers (5), Freivogel (1), Jud (4), Lier (4/2), Maros, Ott, Pecoraro (1), Quni, Schramm (2), Sidorowicz (6), Svajlen, Vernier (3).